Topinambur

Topinamburblüte
Topinamburblüte

Als sich im 17. Jahrhundert in Europa der Kartoffelkrebs ausbreitete und komplette Ernten vernichtete, konnten durch diese Pflanze viele Menschen vor dem drohenden Hungertod gerettet werden. Topinambur wurde ursprünglich von einem Indianerstamm kultiviert und gelangte damals von Amerika nach Europa.

Die Pflanze ist zweifach nutzbar:

Zum einen die winterharten Knollen als Nahrung für Mensch und Tier mit hohem gesundheitlichen Wert (besonders für Diabetiker, da inulinhaltig), zum anderen der oberirdische Aufwuchs mit einer Höhe von bis zu vier Metern.

Ausbringung mit Kompoststreuer
Ausbringung mit Kompoststreuer
Topinambur häckseln
Topinambur häckseln

Der Stängel der Topinamburpflanze enthält relativ wenig holzige Anteile, dafür aber viel Mark, das wie ein Schwamm aussieht und sich auch so verhält. Werden die Stängel klein gehäckselt und auf den Boden ausgebracht, bleibt dieser Schwamm lange Zeit stabil in der Erde, speichert die Feuchtigkeit in sich und gibt sie bei Trockenheit wieder gleichmäßig ab. Um die Bodenstruktur zu verbessern, empfehle ich Topinamburhäcksel flach in den Boden einzuarbeiten. Bei mir wird das Häckselmaterial wie auch bei Miscanthus kompostiert, die daraus resultierenden positiven Effekte lesen Sie bitte unter dem Artikel über Miscanthus nach.

Am oberen Ende des Stängels erscheint je nach Reifezeit der verschiedenen Sorten ab August eine zierende, sonnenblumenähnliche Blüte, die eine Nahrungsquelle für verschiedenste Insekten darstellt.